Römhild

Vor der malerischen Kulisse der Gleichberge liegt inmitten des Grabfeldes unweit der Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern die Stadt Römhild. Von Römhilds bewegter Geschichte zeugen heute noch erhaltungswürdige Bauwerke im Altstadtbereich. Genannt sei u. a. das Schloss “Glücksburg”, zumeist spätgotischer Bau um zwei Höfe gruppiert, und in unmittelbarer Nähe der gotische Bau der Stiftskirche. Umrundet wird das Ensemble durch die gut erhaltene Stadtmauer.
Die Siedlung (locus) Rotmulte wurde erstmalig in der Schenkungsurkunde der Milzer Äbtissin Emhilt an das Kloster Fulda vom 03.02.800 erwähnt. Die Verleihung der Stadtrechte ist uns urkundlich nicht überliefert. Der erste Nachweis eines (Stadt-)Bürgers (civis) stammt aus dem Jahre 1317.
Im 500-jährigen Schloss „Glücksburg“, einer ehemaligen Residenz der Henneberger Grafen der Römhilder Linie und des Herzogs Heinrich von Sachsen-Römhild (1676-1710), befindet sich seit 1979 das Museum der Stadt. Der Schlossgarten mit seinen Keramikskulpturen und die Ausstellung „Keramik International“ sind der zeitgenössischen Keramik gewidmet. Der restaurierte Festsaal mit seinen Kerbschnitzereien wird als Galerie, für Sonderausstellungen, Konzerte und Lesungen genutzt.
Die Stiftskirche wurde urkundliche im Jahre 1341 erstmalig erwähnt und ca. 60 Jahre später unter der in Römhild residierenden Linie der Grafen von Henneberg zu einer selbständigen Pfarrkirche erhoben. Als das Henneberger Grafenpaar Georg I. und Johannetta zusammen mit anderen vermögenden Familien ihrer Grafschaft ein Chorherrenstift gründeten, erfolgte in der Zeit von 1450 – 1470 ein Um- und Neubau der Kirche in ihrer heutigen Gestalt, seitdem ist auch der Name Stiftskirche gebräuchlich.
Viele Veränderungen beeinflussten das Stadtbild von Römhild. Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft prägten zu allen Zeiten das Wirtschaftsgeschehen der Stadt. Besondere Tradition hat dabei die Keramik, d.h., das historische Töpferhandwerk sowie seit 1975 die Veranstaltung von Internationalen Keramiksymposien.
Eine weitere erhaltene Tradition in Römhild ist der “Kalte Markt”. Jeweils am letzten Donnerstag im Januar treffen sich seit über 200 Jahren die Händler und Käufer.
Im Sattel der Gleichberge gelegen bietet das Steinsburgmuseum, Spezialmuseum für Ur- und Frühgeschichte Südthüringens, anschauliche Einblicke in das wirtschaftliche und kulturelle Leben von der Mittelsteinzeit um 8000 v.u.Z. bis zum Hochmittelalter. Museum und nahegelegene Steinsburg, die Burg der Kelten vom 5. – 1. Jh.v.u.Z. bilden ein einmaliges Ensemble. Den vorgeschichtlichen Reichtum der Gleichberglandschaft erschließen der „Archäologische Wanderweg“ und der „Kelten-Erlebnisweg“.

>> Übrigens arbeitet und wohnt unser Grabfeld-Botschafter Markus Weingarten hier.

Sehenswürdigkeiten:

  • Historischer Stadtkern mit Stadtmauer
  • Stiftskirche mit Sarkophag aus der Werkstatt des Nürnberger Erzgießers Peter Vischer und ein Ritterstandbild aus Bronze,
  • Museum im Schloss „Glücksburg“ (Handwerk von der Antike bis zur zeitgenössischen Keramik)
  • Kavaliershäuser Herzog Heinrichs
  • Friedhofskirche
  • Katholische Kirche
  • Steinsburgmuseum

Freizeittipps:

  • Historisches Feuerwehrmuseum im Schloss „Glücksburg“
  • Reitanlage
  • Wandern
  • Radfahren
  • Waldbad
  • Stausee
  • Bibliothek
  • Kegelbahn
  • Archäologisches Bodendenkmal Steinsburg (Kleiner Gleichberg)
  • Großer Gleichberg
  • Kelten-Erlebnisweg
  • Weg des Gedenkens

Feste und Veranstaltungen:

  • Internationales Keramiksymposium (alle 3 Jahre)
  • Thüringer Keramikmarkt Römhild
  • Kalter Markt
  • Karneval
  • Museumsnacht (alle 2 Jahre)
  • Modellbahnausstellung (alle 2 Jahre)
  • Sommerkino im Schlosshof
  • Konzerte im Museum Schloss „Glücksburg“ und in der Stiftskirche
  • Adventskonzerte auf dem Römhilder Markt

 

Stadt Römhild
Griebelstraße 28
98630 Römhild

>> Homepage