Bauerbach

BAUERBACH_Blick_klBauerbach, mit seinen 267 Einwohnern, gehört zu den ältesten Orten Südthüringens und wurde 882 erstmals urkundlich erwähnt. Unweit der Residenzstadt Meiningen gelegen, gehörte das Dorf im 18. Jahrhundert der reichsfreiherrlichen Familie von Wolzogen. Hier fand Schiller auf seiner Flucht vor Herzog Carl Eugen von Württemberg Asyl bei Baronin Henriette von Wolzogen. Von dieser instruiert, nahm der Meininger Bibliothekar Reinwald den damals 23-jährigen Schiller in Empfang und brachte ihn am Abend des 7. Dezember 1782 nach Bauerbach, wo er als Dr. Ritter im Gutshaus der Familie von Wolzogen Unterschlupf fand.
Schillers Andenken wird seit mehr als 100 Jahren in Bauerbach aktiv gepflegt. 1959 wurde das Naturtheater im einstigen Wolzog’schen Fohlengarten gegründet. Es ist damals aus einer Theater Laienspielgruppe hervorgegangen. Etwa die Hälfte der Dorfbevölkerung engagiert sich im Rahmen der Schillerpflege. Mit Aufführungen wie „Die Räuber“, „Wilhelm Tell“, „Kabale und Liebe“, aber in jüngster Zeit auch mehr und mehr Stücke anderer Autoren, haben sich die Bauerbacher einen Namen gemacht und überregionalen Bekanntheitsgrad erlangt. Schillers Inszenierungen wie „Die Jungfrau von Orleans“ 2005 und „Wilhelm Tell“ 2009 setzten besondere Akzente.
Das Naturtheater Bauerbach ist Träger des Thüringer Kulturpreis 2005. Es gastierte bereits zweimal im fernen Japan.

 

Sehenswürdigkeiten:

  • Schillermuseum
  • Schiller-Begegnungsstätte
  • Theaterscheune
  • Dorfbackhaus
  • Dorfkirche
  • Judenfriedhof

Freizeittipps:

  • Schiller-Wanderweg

Feste und Veranstaltungen:

  • Backhausfest
  • Theateraufführungen des Naturtheaters „Friedrich Schiller“ Bauerbach e.V.

 

 

Gemeinde Grabfeld
Hauptstraße 28
98631 Grabfeld OT Rentwertshausen

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